Die Mitte Obwalden fasst Parolen und wählt neues Co-Präsidium
30. Mai 2026 – Im Zentrum des Parteitages im Engel Sachseln standen die statutarischen Geschäfte sowie die Parolenfassungen zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 14. Juni 2026.
Neben dem Jahresbericht und der Genehmigung der Rechnung 2025/2026 standen die Wahlen für das Co-Präsidium auf der Traktandenliste. Zudem informierte der Fraktionspräsident über die politischen Geschäfte und die Arbeit des Kantonsrats im vergangenen Jahr.
Neue Co-Präsidentin Lilian Gasser
Dominik Imfeld gab seinen Rücktritt aus dem Co-Präsidium bekannt. Gemeinsam mit Peter Krummenacher prägte er die Weiterentwicklung der Partei massgeblich und setzte wichtige Impulse, unter anderem mit dem Aufbau der Social-Media-Präsenz, der Etablierung partizipativer und digitaler Arbeitsformen sowie der Leitung des Wahlkampfteams. Die Mitte Obwalden dankt Dominik Imfeld herzlich für sein grosses Engagement und seinen wertvollen Einsatz zugunsten der Partei. Als Nachfolgerin wählten die Mitglieder Lilian Gasser zur neuen Co-Präsidentin. Die Mitte Obwalden gratuliert ihr herzlich zur Wahl und wünscht ihr für die neue Aufgabe viel Freude, Erfolg und gutes Gelingen.
Ja zum Zivildienstgesetz und Nein zur 10-Millionen-Schweiz
Im Fokus des zweiten Teils des Parteitags standen die eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 14. Juni 2026. Zur Änderung des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst referierte Lilian Gasser. Sie erläuterte die Bedeutung eines verlässlichen und funktionierenden Zivildienstsystems sowie die Auswirkungen der Vorlage auf Gesellschaft und Institutionen.
Intensiv diskutiert wurde anschliessend die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)». Fabio Amstad, Präsident der Jungen Mitte Obwalden, führte in die Vorlage ein und moderierte eine Podiumsdiskussion zu den möglichen Auswirkungen der Initiative auf Wirtschaft und Gesellschaft, vertreten durch die Podiumsteilnehmer Matthias von Ah (CEO Gasser Felstechnik), Franz Eberli (Spitalrat Kantonsspital Obwalden und Belegarzt Spital Triemli) und Frank Kurer (Präsident Hotel und Gastro Verein Engelberg).
Die Diskussion zeigte die Herausforderungen rund um Bevölkerungswachstum, Fachkräftemangel, Tourismus und Gesundheitsversorgung aus unterschiedlichen Perspektiven. Viele Probleme lassen sich mit der 10-Mio.-Initiative nicht beheben. Der Fachkräftemangel entsteht unter anderem durch den demografischen Wandel und sinkende Geburtenzahlen bei gleichzeitig gut laufender Wirtschaft. Oder die Wohnraumknappheit wird auch durch höhere Platzansprüche der Bevölkerung verursacht. Fazit der Podiumsdiskussion war, dass nachhaltige Lösungen nur im Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gefunden werden können und kaum mit starrer Bevölkerungs-Begrenzung sowie der Kündigung der bilateralen Verträge.
Der Parteitag klang bei einem gemeinsamen Frühlingsapéro aus. Die Mitte Obwalden unterstrich dabei ihren Anspruch, aktuelle Herausforderungen sachlich, lösungsorientiert und im Dialog aus der Mitte heraus zu gestalten.





